Terra Preta

Praktische Anleitung zur Erzeugung von Dauerhumus, Schwarzerde, Terra Preta

 

Holzhäcksel und/oder Grünschnitt (gehäckselt und gespliced), nur kurzfristig lagern, Schimmel vermeiden!

Weichgehölze wie Pappelgehölze, Weiden, Haselnuss, Harthölzer wie Robinie, Eiche, Esche, aber auch Nadelhölzer sind sehr gut geeignet. Das Holz schreddern und splicen (für einen besseren Ligninaufschluss)!

Der Holzstoff Lignin fördert die Stabilität des Humus. Ein altes Sprichwort sagt: „Das Holz ist des Boden Stolz“

 

Stickstoffhaltiges Material aus Jauche, Gülle, Pferdemist, Pferdemistsickersaft, Vinasse (10 % verdünnt mit Wasser), Rapsschrot aus Rapskuchen, oder selbst erzeugte Pflanzenjauche aus fermentierten Brennnessel und/oder Beinwell, gut hinein mischen, sodass es gut gesättigt feucht ist. Für die Fermentation von Brennnessel und/oder Beinwell dieses häckseln und pürieren und im Gewichtsverhältnis 1:10 mit Wasser in einem Behälter ansetzen. Wasser mit Greengold (1:500), dazu ein aktiviertes Mikrobenpräparat, z.B. EM-A oder McVigo-A 2 %, ansetzen und 3 bis 6 Wochen fermentieren lassen, alle 2 bis 3 Tage durchrühren. Auch menschlicher Urin ist eine gute Stickstoff-, Pfosphor- und Kaliumquelle. Urin lässt sich schnell und problemlos mit Vigofol und Zucker in organisches NPK umwandeln.

 

Steinmehl (ultrafein): 3 Vol %, Tonmehl (Blauton): 1 Vol % dazu mischen

 

Organisches Material aus Gemüse- und Obstabfällen, Küchenabfälle wie z.B. Knochen, Nuss- und Eierschalen, Kaffesatz, etc., kann nach Möglichkeit in geschredderter bzw. vermahlener Form (Humusmühle) und evtl. vorbehandelt mit aktiviertem EM-A oder Vigofol-A dazu gemischt werden

 

Holzkohlepulver 5-10 Vol %, bezogen auf das gesamte Kompostvolumen, gut untermischen.

GS Zeichen obligatorisch. Richtwert für polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) beachten,

Feuchtigkeitsgehalt 10-15%. Die Holzkohle sollte so fein wie möglich sein, falls erforderlich, fein mahlen.

 

Weitere Vorgehensweise:

Alle bisher genannten Komponenten gut durchmischen, so dass ein homogenes Material entsteht.

Die Durchmischung kann bei kleineren Mengen von Hand mit einem sog. Weinbergskarst in Mörtelkübeln (90 L)

und bei größeren Mengen mit kleineren Betonmischern oder mit Kompostmischanlagen durchgeführt werden.

Die angesetzten Kompostmieten sollten dann etwa 1,20 bis 2 m breit und nicht höher als 60 cm sein.

Die Bedingungen einer aeroben Kompostierung müssen gegeben sein, damit eine ausgiebige Wurmaktivität einsetzen kann. Die angesetzten Mieten dann mit chlorfreiem Wasser, nach Zusetzung von aktiviertem McVigo-A 1:100 und Vigofol 1:50, übergießen, bis der Sättigungsgrad der Flüssigkeitsaufnahme in etwa erreicht ist. Gegebenenfalls zusätzlich Würmer einsetzen, die von Wurmfarmen bezogen werden können (z.B. bei: www.superwurm.de). Zum Schutz vor extremen Witterungsverhältnissen (Dauerregen oder Trockenperioden) empfiehlt es sich, die Mieten mit einem luftdurchlässigen Kompostvlies abzudecken und dauerhaft feucht zu halten.

 

Allgemeines Prinzip der Terra Preta Erzeugung:

 

Es geht grundsätzlich um die Erzeugung stabil dynamischer Dauerhumuskomplexe.

Dabei sollen die Verluste wertvoller Nährstoffkomponenten durch Ausgasung von CO2, Methan, Lachgas

und Stickstoffverbindungen (Gestank durch Ammoniak und andere Fäulnisprodukte) minimiert werden.

Im Kontext einer aeroben Ammonifizierung werden Kohlenstoff und Stickstoff organisch stabil nach innen verbaut

(C/N Verhältnis 24:1). Eine zentrale Rolle im Prozess der Terra Preta Erzeugung übernimmt die pulverisierte Holzkohle.

Aufgrund ihrer schwammartigen kristallinen Struktur ist sie eine Art Katalysator und bewirkt eine Initialzündung       und Beschleunigung der Bildung langkettiger stabiler Tonhumuskomplexe. Dabei ist gerade der Holzstoff Lignin von zentraler Bedeutung. Di ese beschleunigte Prägewirkung von Dauerhumuskomplexen kann immer wieder von neuem erfolgen, ohne dass sich die Holzkohlebestandteile dabei aufbrauchen, sofern die organischen Bestandteile, durch Mikroben zerlegt und aufbereitet, dafür ausreichend vorhanden sind. Dies erklärt auch die Dynamik der Terra Preta, die in der Lage ist, sich ständig weiter vertikal und horizontal auszudehnen, sofern Mikroben und Kleintiere ausreichend Nahrung und geeigneten Lebensraum vorfinden. Dabei sind die Wurmpopulationen ein Indikator für einen guten Kompost. Der Terra Preta Kompost ist dann fertig, wenn die Würmer den Kompost verlassen (ca. nach 6 Monaten). Er kann dann auf die Acker- oder Gartenfläche (2-5 kg/ qm) ausgebracht und sollte etwas eingearbeitet werden.

 

Anwendung von Terra Preta und seine Bedeutung für Umwelt, Klimawandel und Ernährung der Erdbevölkerung

 

Die einmalige Gabe von etwa 6 kg / qm wirken als Initialzündung für eine nachhaltige, sich selbst erhaltende natürliche Bodenfruchtbarkeit. Dabei sorgen ein hohes Wasserspeichervermögen des Bodens und seine ausgewogene Nährstoffversorgung für ein gesundes Pflanzenwachstum, ohne die Umwelt zu belasten. Gerade diese Art von Dauerhumusaufbau bindet ausreichend Stickstoff und gewaltige Mengen an CO2, entlastet somit entscheidend Klima und Grundwasser, und ist unerlässlich für eine gesunde und ausreichende Ernährung einer weiter anwachsenden Erdbevölkerung.

 

Trier, im März 2017,   Peter Konz, E-Mail: ecoveda@t-online.de, Mobiltelefon: 0049-178-1656045                             

Geräte und Materialien, Mikroorganismen und Funktionsmittel für Terra Preta

 

Splicehäcksler

 

Terra Cut 4000 (4 KW Benzinmotor oder kleiner (Elektromotor)), oder größere

Zerkleinerung von Organischen Materialien und Weichgehözen

Wichtig ist die Zerfaserung des holzigen Materials für einen guten Ligninaufschluss

 

Holzkohle

 

Bezugsquelle: BHKW Jäger, Am Vogelbusch 3, 48301 Nottuln,

Tel.:  02502-9395, E-Mail: h-w-jaeger@telesonmail.de

 

Den höchsten Wirkungsgrad erzielt man bei fein vermahlener Holzkohle.

Eine andere Bezugsquelle sind Holzkohle und Pflanzenkohle aus dem PYREG Verfahren

Zertifikat ist sinnvoll, da die PAK Grenzwerte nicht überschritten werden dürfen.

 

Steinmehle

 

Diabas Steinmehl

Eifelgold /Hauri (Kaiserstuhl)

Zeolith

Basaltmehl

 

Tonmehle

 

Blauton/ Quellton vom Blauton-Werk Friedland GmbH
17098  Friedland 
Tel. +49 (0) 3960/130120

 

Mikroorganismen

 

EM (Effektive Mikroorganismen), HUMIBAK oder McVigo (Seed & Technology)

Vigofol (Bacillus Subtilis u.a.) (Seed & Technology)

 

Funktionsmittel

 

Greengold (Feinstoffliches Funktionsmittel)

Lösung toxischer Blockaden, Erhöhung der Bioaktivität aller Mineralien und Spurenelemente sowie

Stimmulierung der Mikroorganismen und Wurmpopulationen, Homöostase, Feinstoffliche Rekonfiguration

des gesamten Organischen Systems Kompost bzw. Biosystem. Bezugsquelle: P. Konz

 

 

Maßnahmen zur Gesunderhaltung von Pflanzen und kurative Behandlungen bei Pilzbefall

 

Bodenbehandlung im Herbst (nach der Ernte) und im Frühjahr mit Effektiven Mikrobenpräparaten

 

  • Greengold Bodenhilfstoff (1L /ha)
  • Mikroorganismen, EM, McVigo, (alle aktiviert) (5 L / ha)
  • Vigofol Plus (aerobe Mikroorganismen mit Mykorrhiza-Pilzen) (15 L / ha)
  • Vigosol MX4(Fermente aus verschiedenen Kräuterkulturen) (10 L / ha)
  • Vigoforte (Fermente aus Heilkräutern und Scharfgewürzen) (2 L / ha)

Pflanzenbehandlung während der Vegetation (alle 14 Tage, bei starkem Infektionsdruck: alle 8 Tage)

 

  • Effektive Mikroorganismen, McVigo-aktiv (4 L/ha)
  • Vigofol, Vigosol Präparate (Vigosol, Vigosol Blatt / – Plus / – Green, Vigoforte (jeweils 2 L / ha)
  • Greengold Pflanzenstärkungsmittel ( 1 L /ha mit 500 L Wasser)
  • Bei Bedarf gezielt Blattdünger verwenden (Produkte von PHYTOSOLUTION)

 

Keine Kupfer- und Schwefelhaltigen Mittel! Unbedingt probiotisch d.h. wirklich biologisch vorgehen!!!